Die "Walschleber KulTour" ist eine von den WalschbergRunners und dem SV Empor Walschleben ins Leben gerufene Vortragsreihe. Seit dieser KulTor-Saison konnten wir auch die Gemeinde Walschleben als Partner gewinnen. Dies hilft uns, unser kleines Kulturprojekt weiter voran zu treiben.

In den vergangen Jahren konnten wir im Rahmen der "KulTour" einige spannende und eindrucksvolle Vorträge hier in Walschleben präsentieren. Da die Besucherzahlen und auch das Interesse an den Vorträgen immer weiter gestiegen ist, konnte aus unserem kleinen Kulturprogramm eine Feste Größe werden.


Sie haben fragen zur "Walschleber KulTour", dann schreiben Sie uns eine Mail an walschleber.kultour@gmail.com oder rufen Sie uns unter 01728729594 an. 


Die Walschleber KulTour 2020/21 :



             Barbara Vetter & Vincent Heiland

"Vom Pazifik zum Atlantik"

25.09.2020 / 19.30 Uhr 

Gaststätte Lindenhof / Lindenstraße 7


Unvorstellbare Weite, endlose Flüsse und Wälder, tausende smaragdgrüne Seen, ungezähmte Natur und die einmalige Tierwelt machen Kanada zum Land der Träume. Das Land weckt in vielen Menschen das Bedürfnis, einfach alles stehen und liegen zu lassen und zu verreisen. Auch Barbara Vetter und Vincent Heiland ziehen 2007 mit ihrer einjährigen Tochter Saba Luna los, um den grenzenlosen kanadischen Traum zu leben. Wie auf allen ihren Reisen setzen sie auf langsame Transportmittel, um Land und Leute intensiv zu erleben. Aber die mindestens 8.000 Kilometer und sechs Zeitzonen unmotorisiert und mit einem Kleinkind im Gepäck zu meistern, sprengt ihre Vorstellungskraft vollends. Ein respektvolles „holy smokes” also „Heiliger Strohsack“ ist die häufigste Reaktion, welche die kleine Familie hört, wenn sie Einheimischen von ihrem Vorhaben erzählt.

Diese Begeisterung öffnet ihnen häufig Tür und Tor und gibt tiefe Einblicke in das Leben der Kanadier. Die überwiegende Zeit sind die drei mit Fahrrad und Kinderanhänger sowie einem kinderfreundlichen Tandem unterwegs.
 
Sie schippern aber auch mehrere Wochen lang mit einem selbstgebauten Floß den einsamen Präriefluss „South Saskatchewan“ hinunter. Hier treffen sie bis auf einen Angler keine einzige Menschenseele.
 
Auf ihrer zehnmonatigen Tour durch die Wildnis durchqueren die Abenteurer ganz Kanada von der Pazifik–
zur Atlantikküste. Sie lassen sich auch nicht entmutigen, als die Reise für Barbara nach einem schweren Unfall fast vorbei gewesen wäre…


 





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Dorothee Fleck

 "Als Frau allein mit dem Fahrrad rund um Afrika"

20.11.2020 / 19.30 Uhr / In Walschleben

Auf Grund der aktuellen Covid19-Bestimmungen wird die Veranstaltung leider abgesagt. Wir arbeiten an einem Nachholtermin!

 


Trotz vieler Bedenken als Frau allein mit dem Fahrrad rund um Afrika zu fahren, machte sich Dorothee Fleck Ende 2015 auf den Weg. Sie wusste selbst nicht, ob sie es schaffen würde. Hätte sie es nicht versucht, wüsste sie es heute noch nicht. 

Sie meisterte die Herausforderung und fuhr in gut zwei Jahren 40 000 Kilometer durch 33 afrikanische Länder. 

Dorothee Fleck trotzte den auftretenden Schwierigkeiten, die der afrikanische Kontinent bereithielt: Dem Schnee im Atlas-Gebirge folgte die Hitze der Wüste. Kurz vor Mauretanien fuhr ein Reisebus über ihr Vorderrad, das sie notdürftig vor Ort ersetzen konnte. 

Ebola durchkreuzte ihre Pläne - die Grenze zur Elfenbeinküste war noch geschlossen. In Nigeria fand sie eine sichere Schneise zwischen Boko Haram und den Anschlägen auf die Ölplattformen im Nigerdelta.

Die langen spitzen Dornen der afrikanischen Pflanzen bohrten immer wieder Löcher in die unplattbaren Reifen. 

Wegen Tiefsand musste sie in Angola auf andere Fahrzeuge zurückgreifen. Auf uralten Lastwagen, kleinen Pritschenwagen und sogar einem Einbaum ging die Reise abenteuerlich weiter. 

In Sambia wendete sich das Blatt. Es wurde touristischer. Es gab Orte, an denen sie länger verweilen konnte. Immer wieder wurde sie vor wilden Tieren, Löwen, gewarnt. Jedoch kreuzten »nur« Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten ihren Weg. Aufregend war das Zusammentreffen mit einer Horde Elefanten am Zelt. 

Viel gefährlicher wurden ihr die kleineren Tiere, wie Skorpione, die sich unter ihrem Zelt versteckten. Auch vor Moskitos musste sie sich schützen. Vor Malaria und anderen ernsteren Krankheiten blieb sie verschont. 

Affen und Eichhörnchen haben es auf ihr Essen abgesehen und durchbissen einige ihrer Taschen. 

In Namibia hatte sie einige Begegnungen mit Deutschen und genoß vor allem das deutsche Brot. 

In Südafrika gab es viele schöne Plätze, eine Pause zu machen um den Rückweg zu überdenken. Es war sehr erholsam, wieder einen westlichen Standard zu haben.

Nachdem Fleck den südlichsten Punkt des Kontinents erreicht hatte, radelte sie entlang der Ostküste zurück gen Norden. In dem kleinen Königreich Lesotho erwischte sie auf 3 000 Meter Höhe ein furchtbares Gewitter, dem sie nur knapp lebend davon kam. 

An dem schönen Malawi See bot sich die Gelegenheit drei Wochen in einer Lodge zu arbeiten, eine herrliche Abwechslung zu ihrem sonstigen Alltag allein auf dem Fahrrad. 

Die Gewürzinsel Sansibar wollte sie sich auch nicht entgehen lassen. Hier entdeckte sie wieder ein ganz anderes, orientalisches Afrika. 

Das letzte afrikanische Land, Ägypten, wartete wieder mit einer Neuigkeit auf: Radfahren mit Polizeieskorte. So kam sie sehr sicher durch das Land. 

2018, nach der Reise, war Dorothee Fleck erleichtert, eine der härtesten Touren hinter sich zu haben, vermisste jedoch schnell die gastfreundlichen, hilfsbereiten Menschen, die ihr die Reise unvergesslich gemacht haben. Afrika war einzigartig - jedes Land wartete mit einem anderen Highlight und Abenteuer auf. 

In Athen wieder zurück auf dem Europäischen Kontinent fuhr sie langsam wieder zurück nach Deutschland. 


Alle weiteren Infos zur Veranstaltung folgen ab August 2020. 





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EUROPAS HOHER NORDEN – Reiseabenteuer am Polarkreis

ISLAND | NORWEGEN | SCHWEDEN | FINNLAND

Petra & Gerhard Zwerger-Schoner


Freitag 09.01.2021 / 19.30 Uhr /  In Walschleben

 

 

Einfach alles hinter sich lassen, losreisen, durchatmen und die große Freiheit spüren. Mit ihrem eigens für den langen Trip adaptierten Camper, ihrer „rollenden Almhütte“, machen sich die bekannten Tiroler Fotografen und Filmemacher Petra & Gerhard Zwerger-Schoner auf, die größte und wildeste Naturlandschaft Europas zu erkunden. Die riesige Polarregion unseres Kontinents – zu allen Jahreszeiten, bei allen Stimmungen!

Während ihrer monatelangen Reisen durchqueren die beiden atemberaubende Landschaften, und begeben sich auf ein besonderes Abenteuer, die Suche nach dem Glück. Was braucht es denn wirklich, um in unserer hochtechnisierten Gesellschaft Zufriedenheit zu finden? Fündig werden Petra und Gerhard in den dünn besiedelten Gebieten um den nördlichen Polarkreis: „Dort, wo die Menschen in einer Balance zwischen den Errungenschaften des 21. Jahrhunderts und einer tiefen Verbindung mit der Natur leben, haben wir die leuchtendsten Augen gesehen,“ berichten die Weltenbummler.

Unterwegs leben die beiden bei Iisaki dem Sami-Nomaden und seiner Frau Petra, der Naturheilerin. Sie gehen auf Fischfang und erfahren viel über die alte Kultur der Ureinwohner des Nordens. Sie sind zu Gast bei Lotti, der Huskyzüchterin und gleiten auf Hundeschlitten durch den tief polaren Winter. 

Sie treffen Erling den "Fischkopf-Millionär" des Nordens und sind überrascht, was es mit dem Beruf des "Fischduft-Riechens" auf sich hat. Als wahres Überraschungspaket entpuppt sich Eric, der bekannteste Mechaniker Islands, als er ihren Camper mit dem Stethoskop abhört und sie – auch als Bürgermeister der Stadt – in seinem Haus willkommen heißt. Bei Bildern zu Rotwein erzählt er dort fast beiläufig, wie er als erster Mensch mit seinem Geländefahrzeug zum Südpol fuhr.

Auf ihrer Suche nach neuen Horizonten, Abenteuern und natürlich großartigen Bildern, stehen sie an stürmischen Klippen Norwegens, rauchenden Vulkankegeln Islands, blicken in die endlosen Weiten Schwedens. Sie streifen durch tiefe, arktische Wälder Finnlands, oft unangetastet seit der letzten Eiszeit. 

Auf ihrer Reise begegnen sie Aussteigern und Abenteurern, sitzen am Lagerfeuer, steigen auf Berge, wandern durch Täler und entlang unberührter Küsten. Wärmen sich in der Morgensonne am dampfenden Fluss, liegen rücklings im Gras, lassen sich von farbigem Herbstlaub berieseln – und von frischem Schnee, berauscht vom Tanz der mystischen Nordlichter am Nachthimmel. Und sie spüren, sie haben in die stabilste Währung investiert, die es gibt: das eigene Glück!

Spannend, informativ, bildgewaltig und überaus humorvoll! So lässt sich die außergewöhnliche Reportage der renommierten Reisejournalisten & Filmemacher Petra & Gerhard Zwerger-Schoner in kurzen Worten zusammenfassen. Gewandt in der hohen Kunst des Geschichtenerzählens, berichten die beiden – live und abwechselnd auf der Bühne – von ihren Begegnungen und Erlebnissen im hohen Norden Europas. Getragen von meisterhafter Fotografie und imposanten Filmszenen in brillanter 4K Qualität, haucht ihre natürliche, frische Art zu erzählen ihren preisgekrönten Bildern pures Leben ein.


Alle Weiteren Informationen zur Veranstaltung folgen im September. 








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     "Dieter Baumann läuft halt,

                         denn Singen kann Er nicht"

Von und mit Olympiasieger Dieter Baumann

  19.03.2021 / 20.00 Uhr / in Walschleben



Ja klar, werden Sie sagen. Was sonst, soll Dieter Baumann auch machen. Außer vielleicht noch witzige Geschichten erzählen. Doch diesmal macht er beides, er erzählt beim Laufen – auf einem Laufband. Auf der Bühne so noch nie dagewesen! 

Zunächst scheint es um einen 100 Kilometer Lauf zu gehen, genauer, zu laufen. Aber schnell wird klar, es geht Dieter Baumann um mehr. Frei nach dem Roman „die Einsamkeit des Langstreckenläufers“: „...dass ein jeder solcher Lauf ein Leben für sich ist – ein kleines Leben, ...  aber ein Leben voller Elend und Glück und voller Ereignisse.“ 

Richtig, so ist das Laufen. Voller Ereignisse, voller Glück und manchmal auch voller Elend. Und genau so ist auch dieser Abend auf der Bühne. Erleben Sie Dieter Baumann, selbstironisch, witzig, gestenreich, und ja, er tanzt sogar, an Stellen, an denen es scheinbar nichts zu tanzen gibt und vor allem: Baumann – läuft!


Pressestimmen: 

Schwäbische Tagblatt: „Bei Dieter Baumann fühlt es sich so an, also ob er für die Bühne geboren sei und nur zwischendurch etwas anderes gemacht hätte, um sich die nötige Fitness zu holen.“

 

Main-Echo: „Das Publikum darf an Baumanns Reise vom Olympiastadion auf die Kleinkunstbühne teilhaben – kein Abstieg, sondern ein konsequenter Lebensweg, um nach manchen Rückschlägen am Ende doch wieder ganz bei sich selbst und glücklich zu sein."


Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung folgen im November 2020.